Der erste Tag von 2026

Hi, ich bin Stefanie und das ist der erste Eintrag auf meinem neuen Blog. Es ist der 1. Januar 2026 und ich gehe gerade in Wind und Regen eine Runde um den Block (lol), um kurz von der Couch runterzukommen und ein wenig frische Luft zu schnappen. Beim Spazierengehen rasen mir immer richtig viele Gedanken durch den Kopf. Den belastenden renne ich dann förmlich davon. Und die guten versuche ich später zu Hause zu erinnern und in mein ausgemergeltes Notizbuch zu schreiben. Weil ich genau das aber in 75% der Fälle hinter der nächsten Straßenecke bereits vergessen habe, nutze ich den Fahrtwind bzw den Gehwind heute direkt und dokumentiere meine Gedanken mit der Diktierfunktion in der Notizenapp, die meine kleine Schwester beim What’sappen immer nutzt und die einen oft ganz herrlich falsch versteht. 

Die Idee, einen Blog zu schreiben, habe ich von meinem kleinen Bruder. Der reist nämlich seit einigen Jahren immer wieder für mehrere Wochen oder Monate durch die Welt und hat irgendwann angefangen eine Art online Tagebuch zu führen, damit er nicht jedes Familienmitglied und jede/n Freund:in einzeln updaten muss. So sind wir immer informiert und müssen uns (theoretisch) keine Sorgen machen. Ich hab mir den Blog abonniert und bekomme so gemütlich meine “kleinen Brudi News” ins Postfach geliefert.Ich muss sagen, ich habe echt viel Spaß beim Lesen und war noch nie so gut über das Leben eines meiner Geschwister informiert, obwohl ich nicht mal 75m entfernt von ihm wohne (wenn er denn mal tatsächlich zu Hause ist). 

Anywayyyys – Ich will schon seit mehreren Jahren einen Newsletter aufbauen, aber habe eine seltsame Angst vor dem Monster namens DSGVO und bösen Hacker-Schurken. Da das Jahr 2026 das Jahr des Mutes ist, schauen wir aktiv nach der nächst kleineren Hemmschwelle, die wir uns zuzutrauen vermögen und – voila – landen bei einem Blog. Sowas hatte unsereins schließlich schon mit 14, in unserer sehr erfolgreichen Tumblr Era. 

Aber warum will ich eigentlich einen Blog oder Newsletter schreiben?

Unter anderem natürlich für Klassiker wie Ankündigungen von neuen Arbeiten und Ausstellungen, aber eben nicht nur. Ich würde behaupten, dass 85 % meines Lebens aus Kunst bestehen. Kunst machen, über Kunst reden, an Kunst denken, Quarterlife Crisis (shhh) kreativ meistern, meine Hündin Karma, Essen und wieder an Kunst denken. Und ich habe beobachtet, dass bei der Kunst, die ich am meisten mag, mir oft gar nicht unbedingt das Kunstwerk selbst besonders gut gefällt. Manchmal ist es auch geradewegs hässlich. Aber die Gespräche und die Erinnerung, die ich mit dem Bild verbinde, weil ich es vielleicht an einem besonderen Ort oder mit einem besonderen Menschen gesehen habe oder es Tage später eine spannende Unterhaltung entfacht hat, macht ein Bild besonders und erinnerungswert für mich. Kunst entertaint mich auf so viele Arten und Weisen und hilft mir mit Menschen in Kontakt zu treten und Verbindungen aufzubauen.

Deshalb möchte ich gerne mehr über meine Kunst und auch über die von anderen mit euch sprechen. Ich rede und erzähle unheimlich gern, aber bin genervt von der performativen und hektischen Art von TikTok und Instagram Videos. Außerdem merke ich immer häufiger, dass ich, wenn ich ein paar Minuten der Fahrzeit in Bus oder Bahn vertrödeln will und zum Handy greife, viel lieber im eigenen Tempo etwas lese, für das ich mich aktiv entschieden habe, als zum 100. mal den selben Trending Sound zu hören oder von einer fake euphorischen Person angeschrien zu werden, dass ich irgendwas kaufen soll. 

Des Weiteren ist meine Rechtschreibung echt miserabel und ich erhoffe mir, dass es vielleicht ein bisschen besser wird, wenn ich einfach richtig, richtig viel schreibe. Hat ja mit dem Zeichnen dank meines 365 Tage Daily Sketch Projekts in 2025 auch fantastisch geklappt. Davon erzähl ich euch dann in einem der folgenden Blogeinträge. 

Nun denn – verzeiht mir bitte den ein oder anderen Schreibfehler. Ich gleiche das mit Charm, flotten Sprüchen und nostalgischen Anekdoten wieder aus. Ich hoffe, ihr könnt euch in meinen Worten wiederfinden, euch von ihnen inspirieren lassen oder seid zumindest von Lohmühlenstraße bis Jungfernstieg kurz abgelenkt vom seltsamen Geruch in eurem Bahnabteil.

Achja, wie man den Blog abonnieren kann, damit auch ich automatisch in euer Postfach flattere, finde ich noch heraus. Schreibt mir gerne über das Kontaktformular oder auf Instagram, falls ich euch ein Update schicken soll, wenn es soweit ist. 

Frohes neues Jahr und herzallerliebste Grüße,
Stefanie